Beratung

Service

Alle Leistungen seit 2017 im Überblick

PflegegradeGeldleistung
ambulant
Sachleistung
ambulant
Entlastungsbetrag
ambulant (zweckgebunden)
Pflegegrad 1  125
Pflegegrad 2316689125
Pflegegrad 35451.298125
Pflegegrad 47281.612125
Pflegegrad 59011.995125

Das Pflegegeld kann in Anspruch genommen werden, wenn Angehörige oder Ehrenamtliche die Pflege übernehmen. Das Pflegegeld kann auch mit ambulanten Pflegesachleistungen kombiniert werden.

Pflegegrad 1 bis 5

PG1PG2PG3PG4PG5
Verhinderungspflege
§39 SGB XI (€ pro Jahr)
1.612 €1.612 €1.612 €1.612 €
Kurzzeitpflege
§42 SGB XI (€ pro Jahr)
1.612 €1.612 €1.612 €1.612 €
Wohnumfeldverbesserung
(€ pro Maßnahme)
Bis zu 4.000€Bis zu 4.000€Bis zu 4.000€Bis zu 4.000€Bis zu 4.000€
Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel*40 €40 €40 €40 €40 €
Beratungseinsatz
§37 (pro Einsatz)
-23 €23 €33 €33 €
Leistungen vollstationär125 €770 €1.262 €1.775 €2.005 €

Hilfsmittel Aufteilung

Pflegehilfsmittel der PflegeversicherungHilfsmittel der Krankenversicherung
Beispiele
  • Verbrauchsartikel: Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Betteinlagen, spezielle Hygieneartikel

  • Technische Hilfen: Rollstuhl, Pflegebett

Inkontinenzartikel, Kompressionsstrümpfe (orthopädische Strümpfe), Rollatoren 
Ziel
Erleichterung der Pflege, Linderung von Beschwerden des Pflegebedürftigen, selbständige Lebensführung fördern Sicherung des Erfolgs einer Kranken-behandlung, Vorbeugung bzw. Ausgleich einer Behinderung 
Voraussetzung
Festgestellte Pflegebedürftigkeit Pflege erfolgt zu Hause Keine Leistungspflicht der Krankenversicherung Ärztliche Verordnung durch Rezept, Verhinderung oder Behandlung einer Krankheit, Leistung ist ausreichend, zweckmäßig wirtschaftlich 
Voraussetzung für die Einstufung
  • Verbrauchsartikel: 40 Euro Erstattung pro Monat

  • Technische Hilfen: 10% Eigenbeteiligung, maximal 25 Euro pro Hilfsmittel Maximal 60 Euro Eigenbeteiligung pro Vierteljahr Befreiung von Eigenbeteiligung möglich

  • Verleihtechnischer Hilfen: Keine Zuzahlung

  • Kostenübernahme: Unabhängig von der Pflegestufe 

  • Verbrauchsartikel: 10% Eigenbeteiligung, maximal 10 Euro für den Monatsbedarf

  • Technische Hilfen: 10% Eigenbeteiligung, aber mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro Hilfsmittel

  • Ausnahme mit Festbeträgen: Kostenübernahme mit Festbetrag, Versicherter zahlt restlichen Betrag 

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

Am 1. Januar 2015 ist die Reform der Pflegeversicherung in Kraft getreten. Vor allem für Demenzkranke und alle Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz sowie ihre Angehörigen wurden Verbesserungen erzielt (125 Euro monatlich zur zusätzlichen Versorgung des Patienten)

Das Pflegegeld wird im Rahmen der häuslichen Pflege von der Pflegekasse an den Pflegebedürftigen ausgezahlt, damit dieser eine selbst beschaffte Pflegekraft vergüten kann. Das sind in der Regel Familienangehörige, Verwandte oder erwerbsmäßig tätige Betreuungs- und Pflegekräfte. Es können aber auch Freunde oder Nachbarn sein, die die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung sicherstellen. Anspruchsberechtigt ist der Pflegebedürftige, der einen Pflegegradbeantragt und genehmigt bekommen hat.

Unabhängig von der Höhe der Pflegegradeinstufung haben Sie folgende Wahlmöglichkeiten:

Entweder

eine ausschließliche Geldleistung, das Pflegegeld:

Pflegegeld ist für Versicherte gedacht, die zuhause von Angehörigen, Freunden oder Bekannten ehrenamtlich gepflegt werden. Beratungsbesuche von Pflegefachkräfte sollen dieses Angebot unterstützen, um sicher zu stellen, dass der Versicherte angemessen versorgt wird.

oder

eine ausschließliche Pflegesachleistung (z. B. durch die Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes):

Pflegesachleistungen sind für den Einsatz von ambulanten Pflegediensten gedacht. Die ambulanten Pflegediensten rechnen Ihre Leistungen direkt mit der Krankenkasse bzw. dem Kostenträger ab. Zusätzlich gibt es bei den Pflegesachleistungen eigene Sätze für die Voll- und Teilstationäre Pflege / Versorgung. Beide Leistungen können miteinander kombiniert werden.

oder

Sie wählen eine anteilige Kombination aus Geld- und häuslicher Pflegesachleistung, die sogenannte Kombinationsleistung.

Für pflegebedürftige Personen ist es mitunter Realität, sowohl von einem Pflegedienst als auch von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn pflegerische Hilfe zu erhalten. Viele Angehörige übernehmen gerne einen Teil der täglich anfallenden Pflegetätigkeiten, haben aber nicht die Möglichkeit, diese Aufgabe den ganzen Tag zu bewältigen. In diesem Fall können das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen miteinander kombiniert werden.

Sie können Pflegegeld oder Pflegesachleistung jeden Monat und je nach Bedarf in wechselndem Umfang in Anspruch nehmen. Die Zahlungen der Pflegekasse sind kein Einkommen, und dürfen als solches auch nicht angerechnet werden. Die Leistungen der Pflegekasse sind steuerfrei. Wenn der Pflegebedürftige es an die pflegende Person weiterleitet, gilt dies ebenfalls nicht als Einkommen, außer der Pflegende wird im Rahmen eines Arbeits- oder Beschäftigungsverhältnisses für den Pflegebedürftigen tätig.

Voraussetzungen für den Erhalt:

Keine Entschädigungsleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung.
Keine häusliche Krankenpflege der gesetzlichen Krankenversicherung
(Krankenhausverhinderungspflege)
Die Pflege muss im häuslichen Bereich erfolgen, das heißt im eigenen oder in einem anderen Haushalt, in welchem der Pflegebedürftige aufgenommen wurde oder in Alternativen dazu, wie Betreutes Wohnen, generationenübergreifendes Wohnen, Wohngemeinschaften usw.

Steuerliche Abzugsfähigkeit

Die Kosten für die häuslichen Betreuungs- und Pflegeleistungen Ihrer hilfebedürftigen Angehörigen können Sie nach § 33 EStG steuermindernd geltend machen:

Haushaltsnahe Dienstleistungen: 20 Prozent Steuerabzug, max. 4.000 Euro pro Jahr
Pflegepauschbetrag für Angehörige: 924 Euro pro Jahr (§ 33b Abs. 6 EStG)

Verhinderungspflege

Wenn die Pflegeperson im Urlaub oder krank ist

Wenn die Pflegeperson im Urlaub, krank oder aus anderen Gründen verhindert ist, kann die sogenannte Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden.

Anteiliges Pflegegeld wird während einer Kurzeitpflege nach § 42 für bis zu acht Wochen und während einer Verhinderungspflege gem. § 39 für bis zu 6 Wochen in Höhe des hälftigen Betrages fortgewährt, der VOR Beginn der Kurzzeit- oder Verhinderungspflege geleistet wurde. Nach derzeitiger Praxis der Pflegekassen wird das Pflegegeld nur im Fall der stundenweisen Verhinderungspflege ungekürzt ausgezahlt. Daher empfehlen wir die Verhinderungspflege für maximal 8 Stunden am Tag zu beantragen. Die Verhinderungspflege ist damit ein sehr flexibles Instrument der Pflegeversicherung, wenn die betreuende und pflegende Person vorübergehend verhindert ist. Der Anspruch für maximal 42 Tage pro Kalenderjahr besteht jedoch erst, nachdem die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mindestens sechs Monate zu Hause gepflegt hat und bei der Pflegekasse gemeldet ist oder bereits bei der Begutachtung durch den MDK benannt wurde. Im Extremfall kann die Verhinderungspflege auch schon vor Ablauf der sechs Monate beantragt werden, wenn die Pflegebedürftigkeit schon vorher bestand. Hierfür wird eine ärztl. Bescheinigung benötigt. Der Pflegebedürftige muss zum Zeitpunkt der Verhinderung mind. in Pflegegrad 2 eingestuft sein.

Es können außerdem noch zusätzliche finanzielle Mittel aus dem Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege für die Verhinderungspflege verwendet werden, wenn der Erstattungsbetrag der Verhinderungspflege in Höhe von 1.612 Euro ausgeschöpft ist. Diese Mittel können jedoch nur dann hinzukommen, wenn die Kurzzeitpflege in demselben Kalenderjahr noch nicht in Anspruch genommen worden ist.. Aus dem Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege können dann zusätzlich 806 Euro für die Verhinderungspflege verwendet werden, d.h. insgesamt können für die Verhinderungspflege demzufolge maximal 2.418 Euro pro Kalenderjahr beansprucht werden.

Wird die Verhinderungspflege von einer erwerbsmäßig tätigen Betreuungs- und Pflegekraft oder einem ambulanten Pflegedienst, oder durch entfernten Verwandte, die nicht mit dem Pflegebedürftigen bis zum 2. Grade verwandt oder verschwägert sind, oder durch Nachbarn übernommen, beläuft sich die Leistung auf 1.612 Euro pro Jahr.

Wird die Verhinderungspflege durch einen nahen Angehörigen nicht erwerbsmäßig sichergestellt, dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse den Betrag des Pflegegeldes des festgestellten Pflegegrades nicht überschreiten. Zusätzliche nachgewiesene Kosten wie Verdienstausfall oder Fahrkosten können von der Pflegekasse erstattet werden bis zu einer Höchstgrenze von 1.612 Euro (inklusive des bereits gezahlten anderthalbfachen Pflegegeldes).Während der Verhinderungspflege wird bis zu sechs Wochen pro Jahr die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weitergezahlt.

0

Betreute Kunden

0

Vermittelte Pflegekräfte

0

Gefahrene Kilometer

0

Stunden Kundenberatung